Im Jahre 1971 fand in Kopenhagen eine legendäre Ausstellung statt: Hippies und Freaks präsentierten ihre Kunst und sich selbst. Zeitgleich erschien die alternative Zeitung "Hovedbladet" ("Hauptblatt") mit einem Artikel über die mögliche Nutzung eines verlassenen Kasernengeländes in zentraler Lage unweit des Kopenhagener Regierungsviertels als alternativen Wohnund Arbeitsort. Daraufhin kommt es zu einem massiven Zuzug von Leuten aus dem alternativen Milieu und zur Gründung der selbst ernannten "Freistadt" Christiania, in der heute rund 1000 Menschen leben und zum Teil auch arbeiten – beispielsweise in Tischlereien, Fahrradläden und Kindergärten. Die kleinen Häuser mit origineller Architektur leuchten in bunten Farben, von einigen bröckelt aber auch der Putz. Bewohner und Besucher können sich in Läden, Cafés und Restaurants versorgen. Arbeitslose, Angestellte, Studenten und Rechtsanwälte leben Tür an Tür, in jedem der 15 Stadtviertel bestehen Komitees, in denen die Bewohner das Zusammenleben organisieren. Die gemeinsame "Freistadtregierung" tagt regelmäßig in für alle Interessierten offenen Sitzungen.
Trotz ihrer Verurteilung strebt die Rechtsextremistin Marine Le Pen nach der französischen Präsidentschaft. Wie können Linke und Konservative dies noch verhindern?