Annett Mängel

Biographie von Annett Mängel

Annett Mängel, geboren 1976 im Vogtländischen Rodewisch, und noch im selben Jahr nach Ost-Berlin umgezogen, ist überzeugte Berlinerin. Sie engagierte sich in SchülerInnen- und Studierendenvertretungen, an deren Stelle inzwischen die Mitarbeit in Elternvertretungen getreten ist – Partizipation und demokratische Mitbestimmung fängt im Kleinen an und ist konstitutiv für unser gesellschaftliches Miteinander, davon ist sie überzeugt.

Wie können wir gute Bildung für alle ermöglichen, unabhängig vom finanziellen und persönlichen Hintergrund der Eltern? Was müssen Kitas und Schulen leisten, um Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten und ein demokratisches Miteinander zu stärken? Mit diesen Fragen setzt sie sich in ihren Texten ebenso auseinander wie mit der Entpolitisierung der Hochschule im Zuge der Bologna-Reform oder der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in arme und wohlhabende Menschen. 

Auch in die feministische Debatte mischt sie sich immer wieder ein – etwa in die Diskussionen um die überfällige Novellierung des Sexualstrafrechts, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder den Gender Pay Gap, die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen.

Begeisterte Leserin der „Blätter“ bereits während des Studiums der Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Potsdam, absolvierte sie 2001 ein Praktikum in der „Blätter“-Redaktion in Bonn. Als sich ein gutes Jahr später die Chance bot, in die Redaktion einzutreten, griff sie sofort zu. Zusammen mit Albrecht von Lucke stemmte sie 2004 den Umzug der „Blätter“ nach Berlin, gemeinsam läuteten sie den Generationswechsel in Redaktion und Verlag ein. Seit 2005 ist sie auch die Geschäftsführerin der Verlagsgesellschaft.

Download des Autorenfotos (300dpi, Foto: © Tobias Tanzyna)

 

Kontakt:
E-Mail: annett[Punkt]maengel[ät]blaetter.de
Tel.: 030/3088-3643
Anschrift: Blätter-Redaktion, Torstraße 178, 10115 Berlin

Auf Twitter folgen: @ostseefreundin

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Annett Mängel.

Annett Mängel in den »Blättern«

Folgenloses Erschrecken: Sachsen als Exempel

Chemnitz hätte ein Weckruf sein können. Ein Aufbruch zu einem breiten Bündnis gegen Rechtsextremismus, Unmenschlichkeit und Gewalt. Doch was wird bleiben von dem Erschrecken, das die Republik erfasst hat angesichts der Aufmärsche hunderter gewaltbereiter Hooligans und Rechtsextremer in Chemnitz, derer die Polizei zwei Tage in Folge nicht Herr wurde? 

Völker und Mord

Man muss ihn einfach lieben, diesen Papst! Anfang April sorgte Franziskus wieder einmal für Aufregung. Doch diesmal ging es weder um die verträgliche Kinderzahl (nicht mehr als drei!) noch um nachhaltige Kinderzüchtigung (Klapps auf den Kopf, aber immer aus Liebe!).

Genderfrust bei Plasberg

Wusste man es nicht schon immer: „Gender Gaga“ ist der richtige Name für den Irrsinn, der gegenwärtig in deutschen Behörden betrieben wird – jedenfalls wenn es nach Birgit Kelle geht. „Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will“, so der Untertitel des neuen Buches der erzkonservativen Publizistin.

Schwarz-gelbe Sozialcamouflage

„Wir haben die schlimmsten Ungerechtigkeiten bei Hartz IV beseitigt“, verkündete Neukoalitionär Westerwelle bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages Ende Oktober vollmundig. Er sprach jedoch nicht etwa von der grassierenden Kinderarmut und den viel zu geringen Regelsätzen für Kinder, die kaum eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Endstation Sonderschule

Wieder einmal ist die Bundesrepublik in Bildungsfragen trauriger Spitzenreiter: Fast fünf Prozent aller Schülerinnen und Schüler werden in sogenannten Förderschulen anstatt in allgemeinbildenden Schulen unterrichtet. Zum Vergleich: In Italien lernen so gut wie alle Schüler gemeinsam, ungeachtet etwaiger Behinderungen.

Oettingers Scheiß-Privatsender

Da hat der baden-württembergische Ministerpräsident wohl lange hin- und herüberlegt, wie auch er einen Beitrag zur laufenden Jugendkriminalitätsdebatte leisten kann, um nach seiner misslungenen Grabrede für Filbinger und seiner medial breitgetretenen Ehekrise mal wieder bundesweit Gehör zu finden.