Ausgabe Januar 2005

Wie umweltbewusst sind die Deutschen?

Im Sommer 2004 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zusammen mit dem Umweltbundesamt eine vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg erarbeitete Studie über das Umweltbewusstsein der Deutschen herausgegeben. 1 Für diese Studie wurde eine repräsentative Auswahl von über 2 000 Bürgerinnen und Bürgern interviewt. Teilweise griff das Interview ältere Erhebungen, die bis ins Jahr 1998 zurückreichen, auf, so dass zu diesen Fragen nun längerfristige Trends ermittelt werden konnten. In der jüngsten Befragung wurden darüber hinaus neue Schwerpunkte gesetzt, unter anderem zur Freizeitorientierung und zur Lebensqualität im Kontext von Umweltschutz. Die Studie versteht sich als Teil der Umweltberichterstattung und damit als ergänzende Veröffentlichung naturwissenschaftlicher Umweltdaten. Zuverlässige Erkenntnisse über "subjektive" Einstellungen und Werthaltungen der Menschen werden nicht nur als notwendig für eine erfolgreiche Kommunikation über Umweltfragen erachtet, sondern auch für die Entwicklung kooperativer Handlungsstrategien in der Umweltpolitik [12].

Zunächst scheint es so, als sei der Umweltschutz in der Problemwahrnehmung der Menschen wieder wichtiger geworden.

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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