Öko-Audit ist ein Managementinstrument aus dem produzierenden Gewerbe. 1) Aufbauend auf einer Umweltprüfung werden Umweltleitlinien und quantifizierte Umweltziele formuliert und ein Umweltprogramm entwickelt. Geeignete Managementstrukturen sorgen dafür, daß Umweltschutz bei allen wichtigen Abläufen berücksichtigt wird. Ein externer, zugelassener Umweltgutachter prüft schließlich, ob alle Vorgaben eingehalten werden. Vorteil des Instruments ist die systematische Herangehensweise. Welche Anforderungen das Umweltmanagementsystem eines Unternehmens im einzelnen zu erfüllen hat, legt die EG-Öko-Audit-Verordnung fest. Inzwischen macht das Öko-Audit auch als konzeptioneller Ansatz für kommunalen Umweltschutz Furore. Allerdings verbergen sich hinter dem Begriff sehr unterschiedliche Vorstellungen: Während die eine Fraktion im Öko-Audit ein Instrument sieht, um die direkten Umweltwirkungen durch die Büros und Einrichtungen der Verwaltung zu reduzieren, interpretiert die andere es als Ansatz, um die planerischen Tätigkeiten einer Kommunalverwaltung oder sogar die Tätigkeiten der Kommune als umweltpolitischer Akteur unter die Lupe zu nehmen.
Es hätte ein Durchbruch werden können – für Umwelt und Nachhaltigkeit, aber auch für die Entbürokratisierung, der sich Regierungen und Parteien so gerne verschreiben. Doch was nun zum 12. August im EU-Gebiet Gesetzeskraft erhält, erreicht weder das eine noch das andere.