Ausgabe Januar 2014

Kaufen, wegwerfen, neu kaufen

Wie wir unsere Welt zugrunde konsumieren

Bild: Dominic / photocase.com

Alljährlich beschert das Weihnachtsgeschäft dem Einzelhandel den mit Abstand größten Umsatz des Jahres. So auch im vergangenen Dezember: Smartphones, Tablets und Spielkonsolen waren Ende 2013 die Verkaufsrenner. Sie dürften hierzulande unterm Weihnachtsbaum für Begeisterung gesorgt haben, die allerdings durch den enormen Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Folgen für Mensch und Natur getrübt wird.

Die Kehrseite des Neukaufens ist das Wegwerfen. Wohl ein jeder kennt die Situation: Der Drucker funktioniert nicht mehr, obwohl er noch nicht sehr alt ist. Der Kundendienst sagt sofort: „Die Reparatur lohnt sich nicht, die kostet rund 120 Euro. Neue Drucker gibt es ab 39 Euro. Mein Rat: Kaufen Sie einen neuen!“ Der neue Drucker wird gekauft. Zwei, drei Jahre später beginnt das gleiche Spiel von vorn, nur dass der Druckerbesitzer sich jetzt den Umweg über den Kundendienst spart, das kaputte Gerät gleich wegwirft und sich ein neues kauft. Ähnliches gilt für Scanner, Monitore, Digitalkameras, Spielkonsolen, DVD-Player. Reparieren? Lohnt nicht.

Kaufen, wegwerfen, neu kaufen. Kaufen, wegwerfen, neu kaufen. Wir haben uns an diesen Ablauf gewöhnt und kennen inzwischen die Lebenszyklen der Geräte: Alle zwei Jahre ein neues Handy, spätestens alle fünf ein neuer PC.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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