Ausgabe August 2016

Mexiko: Der Kampf ums Wasser

Wasser ist eine lebenswichtige und zugleich immer knapper werdende Ressource. Doch obwohl die Vereinten Nationen das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser bereits 2010 als Menschenrecht ausgerufen haben, sterben noch immer jährlich etwa 3,6 Millionen Menschen, darunter 1,5 Millionen Kinder, an den Folgen unsauberen Wassers.[1]

Angesichts dessen hat Mexiko ein Zeichen gesetzt und als eines von einem runden Dutzend Ländern[2] das Recht auf Wasser in der Verfassung fixiert. Seitdem haben die Mexikaner ein Recht auf den Zugang zu Wasser für den persönlichen Konsum und den häuslichen Gebrauch in ausreichender, akzeptabler, gesunder und bezahlbarer Menge. Das Problem ist jedoch, dass dieses Recht nicht einklagbar ist, und noch immer fehlen konkrete Regelungen, wie es im Alltag umgesetzt werden kann.

Dabei scheint die Wasserversorgung der Mexikaner auf den ersten Blick gar nicht so schlecht, die nackten Zahlen suggerieren sogar das Versorgungsniveau eines Industrielandes: Im Schnitt verbraucht jeder Mexikaner und jede Mexikanerin laut der nationalen Wasserkommission (Conagua) 380 Liter Wasser täglich.[3] Damit liegt der Verbrauch in Mexiko oberhalb des europäischen und unterhalb des US-Niveaus; immerhin 94 Prozent der Bevölkerung haben einen regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser.

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