Ausgabe September 2014

Die vergessene Bewegung

Der indianische Kampf um Selbstbestimmung

Vor genau sieben Jahren, am 13. September 2007, verabschiedeten die Vereinten Nationen die richtungsweisende Erklärung über die Rechte der indigenen Völker (UNDRIP). Unter Berufung auf die Menschenrechte soll sie das Überleben, das Wohlergehen und die Würde indigener Bevölkerungsgruppen weltweit schützen. Nach langem Zögern erklärte am 16. Dezember 2010 schließlich auch US-Präsident Barack Obama, dass die Vereinigten Staaten die Erklärung unterzeichnen würden – doch passiert ist seither wenig.

Dabei kämpft eine indigene Bewegung in den USA schon lange für die Selbstbestimmung der indianischen Stämme. Es ist eine Geschichte, die es verdient, erzählt zu werden. Denn obwohl die aufwühlende Geschichte des Tribal Sovereignty Movement in der indigenen Literatur gut dokumentiert ist, kennt man sie in der Mehrheitsgesellschaft der Vereinigten Staaten kaum. Dabei handelt es sich um eine soziale Bewegung von gleicher Relevanz wie die Bürgerrechts-, Frauen- und Umweltbewegungen.

Das Vermächtnis der Eroberung

Demokratie und Menschenrechte bilden das Fundament des amerikanischen Experiments, doch die Vereinigten Staaten haben sich, wie die Erfahrung der amerikanischen Ureinwohner beweist, nicht immer an ihre Grundwerte gehalten.

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In der Dezember-Ausgabe ergründet Thomas Assheuer, was die völkische Rechte mit der Silicon-Valley-Elite verbindet, und erkennt in Ernst Jünger, einem Vordenker des historischen Faschismus, auch einen Stichwortgeber der Cyberlibertären. Ob in den USA, Russland, China oder Europa: Überall bilden Antifeminismus, Queerphobie und die selektive Geburtenförderung wichtige Bausteine faschistischer Biopolitik, argumentiert Christa Wichterich. Friederike Otto wiederum erläutert, warum wir trotz der schwachen Ergebnisse der UN-Klimakonferenz nicht in Ohnmacht verfallen dürfen und die Narrative des fossilistischen Kolonialismus herausfordern müssen. Hannes Einsporn warnt angesichts weltweit hoher Flüchtlingszahlen und immer restriktiverer Migrationspolitiken vor einem Kollaps des globalen Flüchtlingsschutzes. Und die Sozialwissenschaftler Tim Engartner und Daniel von Orloff zeigen mit Blick auf Großbritannien und die Schweiz, wie wir dem Bahndesaster entkommen könnten – nämlich mit einer gemeinwohlorientierten Bürgerbahn. 

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