Ungarn oder: Der Antisemitismus als Suchtkrankheit | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Ungarn oder: Der Antisemitismus als Suchtkrankheit

von András Bruck

Vor 70 Jahren kämpfte Ungarn an der Seite Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion und schickte seine eigenen jüdischen Staatsbürger in die Konzentrationslager. Heute ist eine offen antisemitische Partei mit 20 Prozent im ungarischen Parlament präsent. Einer ihrer Abgeordneten beantragte kürzlich die Erstellung einer Liste mit Namen der jüdischen Abgeordneten. „Bloß wegen der Sicherheit“ – wie er sagte. Es geht mit Ungarn wirtschaftlich abwärts, einem Großteil der Menschen geht es immer schlechter. In solchen Zeiten sticht die antisemitische Karte immer. Heute frage ich manchmal andere ungarische Juden, mündlich oder per Mail: Hast du keine Angst?

(aus: »Blätter« 9/2014, Seite 103-110)
Themen: Antisemitismus, Geschichte und Rechtsradikalismus

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