Ausgabe November 2016

Versprochen, gebrochen: Obamas pazifische Verheißung

Bild: U.S. White House (Public Domain)

Wenn am 20. Januar 2017 die Amtszeit von US-Präsident Barack Obama endet, wird er seiner wahrscheinlichen Nachfolgerin Hillary Clinton auf außenpolitischem Feld ein schwieriges Erbe hinterlassen. Denn eines seiner wichtigsten Vorhaben ist gescheitert: die als Pivot-Strategie oder Re-Balancing propagierte Hinwendung der Vereinigten Staaten zu Asien.

Nachdem die Kriege im Irak und in Afghanistan zu Anfang des neuen Jahrtausends Washington stark beansprucht hatten, sollte das aufstrebende Asien mit seinen schnell wachsenden Wirtschaften, allen voran der chinesischen, wieder stärker in den Fokus der US-Außenpolitik rücken. In einer Rede im australischen Parlament sagte Obama 2011: „Die Vereinigten Staaten sind eine pazifische Macht, und wir sind hier, um zu bleiben.“ Ihre Hinwendung zu Asien wollten die USA gleichermaßen auf wirtschaftlichem, politischem, militärischem und gesellschaftlich-kulturellem Gebiet untermauern.

Sie haben etwa 7% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 93% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1.00€)
Digitalausgabe kaufen (10.00€)
Anmelden

Weitere Artikel zum Thema

Indonesien: Die Wut der Gen Z und ihr Kampf gegen die Eliten

von Markus Berg

Seit zwei Jahren ist Indonesiens Präsident Prabowo Subianto nun im Amt – der konservative Ex-General folgte im Oktober 2024 auf den beliebten einstigen Reformer Joko Widodo, kurz: Jokowi, der das Land zehn Jahre lang regiert hatte.

»Kakerlaken«-Proteste: Indiens zerbrochener Gesellschaftsvertrag

von Britta Petersen

Über einen Monat lang demonstrierten junge Menschen in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi und weiteren großen Städten des Landes, bis die Regierung ihrer Forderung nach einem Rücktritt des Bildungsministers Dharmendra Pradhan nachgab.