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Slowakei: Land mit zwei Gesichtern?

von Peter Lange

Das Zeremoniell im Präsidentenpalast in Bratislava war feierlich, die Gesichter jedoch zeigten sich düster und verschlossen: Am 15. März entließ Andrej Kiska, der slowakische Präsident, den Ministerpräsidenten Robert Fico und beauftragte dessen bisherigen Stellvertreter Peter Pellegrini mit der Bildung der neuen Regierung. Nur beim Händedruck mit dem Präsidenten lachte Fico kurz auf. Was er ihm gesagt hat, ist nicht bekannt.

Dieser Moment markiert eine Zäsur in der Geschichte der gerade 25 Jahre alt gewordenen unabhängigen Slowakei. Robert Fico stellte sein Amt zur Verfügung, um mit diesem Manöver seine Koalition zu retten. Doch einen Schlusspunkt unter die tiefe innenpolitische Krise konnte er damit nicht setzen.

(aus: »Blätter« 4/2018, Seite 25-28)
Themen: Europa, Menschenrechte und Korruption

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