Serbien und Kroatien: Mit Trump gegen Bosnien
Es ist mehr als nur eine Zahl, es ist eine Mahnung: 8372 muslimische Jungen und Männer wurden am 11. Juli 1995 in Srebrenica, einem Ort im Osten Bosnien und Herzegowinas, getötet.
Es ist mehr als nur eine Zahl, es ist eine Mahnung: 8372 muslimische Jungen und Männer wurden am 11. Juli 1995 in Srebrenica, einem Ort im Osten Bosnien und Herzegowinas, getötet.
In Europa steigen die Rüstungsausgaben rasant an. Das Versprechen dabei: mehr Abschreckung gegen Russland und Unabhängigkeit von den USA. Viele Regierungen scheinen jedoch vor allem auf einen Aufschwung für ihre nationale Wirtschaft zu hoffen.
Vor 70 Jahren erhoben sich die Ungarn gegen die sowjetische Vorherrschaft. Für Hannah Arendt war dies ein Anlass, sämtliche politische Annahmen zu überprüfen. Eine ähnliche Herausforderung stellt sich heute mit Blick auf den Ukrainekrieg.
Oberflächlich betrachtet, läuft für Moldau derzeit vieles in die richtige Richtung. Das kleine Land zwischen Rumänien und der Ukraine genießt eine Aufmerksamkeit, die ihm über Jahrzehnte verwehrt geblieben ist.
Geht es um verbotene Literatur, schauen derzeit viele in die USA. Doch in der Mitte Europas werden Kultur und Ideen schon länger unterdrückt: durch die systematische Zensur des Lukaschenko-Regimes in Belarus.
Die Bilder waren selbst für Ceuta ungewöhnlich. Schwimmend und über Kaimauern und Hafenanlagen kletternd, überwanden Ende Juli mehr als 70 000 Menschen die Landgrenze zur spanischen Exklave auf marokkanischem Territorium.
Schon im Mai 2024 schrieb Paul Krugman, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, in seiner Kolumne für die »New York Times«, inzwischen sei klar, »dass sich ein zweiter China-Schock aufbaut«. Der sogenannte erste China-Schock bezieht sich auf die 1990er und 2000er Jahre, als Importe aus China schätzungsweise 1,5 Millionen Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe der USA verdrängten.
Trotz ihrer Verurteilung strebt die Rechtsextremistin Marine Le Pen nach der französischen Präsidentschaft. Wie können Linke und Konservative dies noch verhindern?
»Zwischen Polen und der Ukraine ist ein Geschichtsstreit eskaliert«, titelte die Tagesschau im Juni. Das erfasst allerdings nur einen Teil der Geschichte: Der Konflikt ist für Polens Präsident Karol Nawrocki ebenso ein innenpolitisches Werkzeug zur Einigung der zersplitterten polnischen Rechten.
Ein Korruptionsskandal erschüttert die spanische Linksregierung wie kaum eine andere Affäre der vergangenen Monate.
Am Anfang des Protestes, der als »Flamingo-Revolution« in die Geschichte Albaniens eingehen wird, war alles noch sehr improvisiert. Das Podium, auf dem die Demonstranten am 6. Juni ihre Reden hielten, war eine dicke Baumwurzel, halb im Sand vergraben.
Vor rund 15 Jahren unterzeichneten 13 Staaten die Istanbul-Konvention, die Mädchen und Frauen vor Gewalt schützen soll. Mittlerweile gehören dem völkerrechtlichen Vertrag 45 Staaten an – eigentlich ein Grund zum Feiern. Doch der Widerstand gegen die Konvention wächst.
Alle paar Jahrzehnte erlebt Europa einen Moment, an dem seine politischen Strukturen nicht mehr in die Zeit passen. Diese Momente haben die EU zu dem gemacht, was sie heute ist.
Vor dem Dolmabahçe-Palast am Bosporus hat die Polizei den Gehweg abgesperrt. Aktivistinnen der Republikanischen Volkspartei (CHP) aus dem Istanbuler Bezirk Beşiktaş demonstrieren hier seit Wochen gegen die juristischen Eingriffe in ihre Partei, die stärkste Oppositionskraft des Landes.
Auf Karten zum aktuellen Kriegsverlauf in der Ukraine, etwa des Open-Source-Projekts »DeepStateMap.Live«, ist ein dünner Streifen am rechten Rand der Republik Moldau an der Grenze zur Ukraine rot eingefärbt – so wie die von Russland besetzten Gebiete im Süden und Osten der Ukraine.
Es hätte ein Durchbruch werden können – für Umwelt und Nachhaltigkeit, aber auch für die Entbürokratisierung, der sich Regierungen und Parteien so gerne verschreiben. Doch was nun zum 12. August im EU-Gebiet Gesetzeskraft erhält, erreicht weder das eine noch das andere.
Der Rücktritt des Hohen Repräsentanten in Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, soll auf Druck der USA erfolgt sein. Doch sein Rückzug markiert weniger eine neue geopolitische Konstellation als den Verlust der Glaubwürdigkeit der EU.
Seit Putins Vollinvasion der Ukraine ist Bewegung in die Außenpolitik der Linkspartei gekommen. Doch angesichts der Angriffe auf die Demokratie reicht das nicht.
Donald Trump und Xi Jinping sprechen von strategischer Stabilität. Doch gemeint ist keine neue Kooperation zwischen den USA und China, sondern die vorläufige Einhegung ihrer Rivalität.
Als 1986 der ehemalige Wehrmachtsoffizier Kurt Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt wurde, löste dies eine große Debatte aus. Damit begann der Abschied von der österreichischen Opferlegende, aber auch die Profilierung der FPÖ.
Es war sicher kein Zufall, dass Banksy seine erste große Skulptur genau eine Woche vor den wichtigen britischen Regionalwahlen am 7. Mai mitten im Herzen von Westminster aufgestellt hatte. Als hätte er das Wahlergebnis vorhergesehen, zeigt Banksy einen Mann auf einer hohen Säule, in der rechten Hand eine riesige schwarze Flagge.
Am 14. Juni stimmt die Schweiz per Referendum über eine Initiative ab, die europaweit Schule machen könnte. Unter dem Titel »Keine 10-Millionen-Schweiz« verlangt die rechtsnationalistische Schweizerische Volkspartei die Einführung eines Bevölkerungsdeckels in der Verfassung.
Europas Lage ist prekär: Während Russland keinerlei Friedenswillen zeigt, untergräbt Donald Trump die abschreckende Wirkung der Nato. Gleichzeitig wächst die wirtschaftliche Abhängigkeit Europas vom autokratischen China.
Am 16. Juni 1989 kam es auf dem Budapester Heldenplatz zu einer großen Demonstration für einen Regimewechsel im realsozialistischen Ungarn. Besonderes Aufsehen erregte damals ein 26-jähriger Jurastudent, sein Name war Viktor Orbán.
Das bislang weitgehend von Labour und Tories kontrollierte Zweiparteiensystem in Großbritannien dürfte in diesem Frühjahr einen tiefen Einschnitt erleben. Das zeigt ein Blick auf die Umfragen für die Regionalwahlen in Schottland und Wales.