Gefährliche Schönheit: Die Ästhetik der Überwältigung | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Gefährliche Schönheit: Die Ästhetik der Überwältigung

Public Domain Foto: Public Domain

von Wolfgang Ullrich

Ich komme aus einer Zeit, zu der es selbstverständlich war, Probleme mit der Schönheit zu haben. Zumal in Verbindung mit Kunst stand sie unter dem Verdacht, Missstände zu verharmlosen oder zu vertuschen und damit letztlich repressiv zu sein. Zumindest aber galt es als bieder, Schönheit zu reklamieren. „Die nicht mehr schönen Künste“ war die – genau im Jahr 1968 – zum Buchtitel gewordene Formel für mehr als nur eine Generation.[1] In dem „nicht mehr“ lag keinerlei kulturpessimistisches Bedauern, sondern viel eher die Genugtuung und Überzeugung, es handle sich um einen Fortschritt, endlich jegliche Fixierung auf Schönheit überwunden zu haben.

(aus: »Blätter« 2/2018, Seite 109-120)
Themen: Kultur, Konservatismus und Rechtsradikalismus

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