Der Todesmarsch als Gemeinschaftsverbrechen | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Der Todesmarsch als Gemeinschaftsverbrechen

von Barbara Distel

Die Erinnerung an die Reichspogromnacht, die sich an diesem 9. November zum 80. Mal jährt und die den Beginn der systematischen Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten markiert, ist fest in der bundesrepublikanischen Gedenkkultur verankert. Weit weniger Beachtung findet bisher indes das letzte nationalsozialistische Massenverbrechen: Die Räumung der Konzentrationslager kurz vor dem Eintreffen der alliierten Truppen und die sich anschließenden Todesmärsche. Diese begannen im Juli 1944 kurz vor der Befreiung des Todeslagers Majdanek bei Lublin durch Einheiten der Roten Armee und endeten im Mai 1945 in Österreich, wo das Konzentrationslager Mauthausen bei Linz am 5. Mai als letztes Hauptlager von US-Truppen befreit wurde.

(aus: »Blätter« 11/2018, Seite 121-123)
Themen: Nationalsozialismus, Antisemitismus und Geschichte

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