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Gewalt als Alltag

Warum Kolumbien nicht zum Frieden findet

von Anna-Lena Dießelmann

Der Angriff erfolgte wie aus dem Nichts: Am 4. Mai 2019 trafen sich Vertreter*innen der kolumbianischen Afro-Communities im südlichen Department Cauca, um Verhandlungen mit der Regierung in Bogotá vorzubereiten, als plötzlich eine Handgranate in das Gebäude geworfen und 15 Minuten lang auf sie geschossen wurde. Nur der couragierte Einsatz ihrer Leibwächter rettete den Aktivist*innen das Leben. Die Attentäter hatten es wohl besonders auf Francia Márquez abgesehen. Die Klimaschützerin hat für ihr Engagement gegen illegalen Bergbau zwar 2018 den renommierten Goldman-Umweltschutzpreis gewonnen, wird aber massiv bedroht. Seit Jahren steht sie unter Personenschutz, hat stets zwei Bodyguards an ihrer Seite und fährt ein gepanzertes Auto.

(aus: »Blätter« 9/2019, Seite 107-112)
Themen: Lateinamerika, Armut und Reichtum und Korruption

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