Ausgabe Oktober 1994

Die Entwicklung der Umweltqualität seit der deutschen Vereinigung

Im Juli 1994 ist - zum fünften Mal - eine Ausgabe der "Daten zur Umwelt" des Umweltbundesamtes erschienen 1) - ein beeindruckendes Kompendium von mittlerweile 688 DIN A4-Seiten mit einer auf den ersten Blick erschlagenden Fülle von Daten, Schaubildern, Karten und Informationen. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Berichtes dieser Art kann die Umwelt-Berichterstattung in gewisser Weise als etabliert angesehen werden.

Nun ist es sicher richtig, was Freiherr von Lersner, der Präsident des Umweltbundesamtes, anläßlich der Vorstellung der aktuellen Ausgabe ausgeführt hat: Informationen über Umweltqualität und über die Ursachen von Umweltbelastungen sind unverzichtbarer Bestandteil einer Politik der nachhaltigen Entwicklung 2).

Aber ist Umweltinformation wirklich schon die "halbe Miete" der Umweltpolitik, wie von Lersner etwas überschwenglich behauptet? In den "Daten zur Umwelt 1990/91" wurde der Zustand der Umwelt zum Zeitpunkt der Vereinigung der beiden deutschen Staaten quasi als Momentaufnahme dargestellt. Der jetzt veröffentlichte Band ist deswegen besonders interessant, weil er erste Entwicklungstendenzen für das Gesamtgebiet Deutschlands aufzeigt.

Oktober 1994

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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