Die Situation der Hochschulen in Deutschland hat Ende des letzten Jahres den Anstoß zur größten Protestbewegung von Studierenden seit mehr als einem Vierteljahrhundert gegeben. Externes Politikversagen wie interne Organisationsmängel wurden dabei gleichermaßen zum Thema. Im folgenden wird es um den speziellen Aspekt der F i n a n z a u s s t a t t u n g gehen. Denn auch für die Hochschulen gilt: eine ausreichende Alimentierung ist nicht alles, aber ohne eine solche ist alles andere nicht viel. Nach einer kurzen Darstellung des Umfangs der Finanzierungslücke folgt eine Kombination von drei Verbesserungsmöglichkeiten: erstens eine angemessenere Verteilung der Hochschulkosten auf die einzelnen Länder und den Bund, zweitens ein finanzieller Beitrag der Studierenden durch nachträglich erhobene Studiengebühren sowie drittens eine ökonomische Antwort auf die Frage, ob und wie eine Trennung von allgemeiner Studienberechtigung und konkretem Hochschulzugang sinnvoll ist. Mit dieser letzten Überlegung scheint die Beschränkung auf die Finanzdimension aufgegeben zu werden. Zur gegenwärtig vieldiskutierten und zunehmend geforderten Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen gibt es aber eine bessere Alternative: ein Bietverfahren von Studierwilligen bei der Besetzung knapper Studienplätze.
Schon als das PISA 2001 die ersten Ergebnisse seiner internationalen Vergleichsstudie veröffentlichte, löste das große Sorgen über das deutsche Bildungsniveau aus. Gleichzeitig setzte sich die Vorstellung fest, Bildung lasse sich vor allem durch Messbarkeit, Vergleichbarkeit und Steuerung verbessern.