Ausgabe April 2000

Klimaschutz durch erneuerbare Energien

Das energiepolitische Geschehen der letzten Zeit wird vornehmlich durch die Liberalisierung des Energiemarktes und seit Amtsantritt der rotgrünen Regierung wieder verstärkt durch die Diskussion um einen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung bestimmt. Daneben spielte vorübergehend die Ökosteuer eine Rolle. Fast in Vergessenheit gerät dabei die für eine Energiewende und eine nachhaltige Energieversorgung unverzichtbare Nutzung von regenerativen Energien. Nur ein kleiner Teil der Ausstiegsbefürworter betont immer wieder, daß erneuerbare Energiequellen (EEQ) ein wesentlicher Bestandteil des Umstiegskonzepts sein müssen, damit die wegfallenden Atomkraftwerke nicht durch höchst klimaschädliche Kohlekraftwerke ersetzt werden - mit der Folge, daß das Ziel der CO2-Reduktion verfehlt würde. Währenddessen verschlechtert sich die Konkurrenzfähigkeit der EEQ durch sinkende Energiepreise im freien Wettbewerb.

Da die Liberalisierung kaum rückgängig zu machen ist und selbst von grünen Energiepolitikern ernsthaft nicht mehr in Frage gestellt wird, besteht also erheblicher politischer Handlungsbedarf, um die Marktposition regenerativer Energien zu stärken.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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