Ausgabe April 2000

Klimaschutz durch erneuerbare Energien

Das energiepolitische Geschehen der letzten Zeit wird vornehmlich durch die Liberalisierung des Energiemarktes und seit Amtsantritt der rotgrünen Regierung wieder verstärkt durch die Diskussion um einen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung bestimmt. Daneben spielte vorübergehend die Ökosteuer eine Rolle. Fast in Vergessenheit gerät dabei die für eine Energiewende und eine nachhaltige Energieversorgung unverzichtbare Nutzung von regenerativen Energien. Nur ein kleiner Teil der Ausstiegsbefürworter betont immer wieder, daß erneuerbare Energiequellen (EEQ) ein wesentlicher Bestandteil des Umstiegskonzepts sein müssen, damit die wegfallenden Atomkraftwerke nicht durch höchst klimaschädliche Kohlekraftwerke ersetzt werden - mit der Folge, daß das Ziel der CO2-Reduktion verfehlt würde. Währenddessen verschlechtert sich die Konkurrenzfähigkeit der EEQ durch sinkende Energiepreise im freien Wettbewerb.

Da die Liberalisierung kaum rückgängig zu machen ist und selbst von grünen Energiepolitikern ernsthaft nicht mehr in Frage gestellt wird, besteht also erheblicher politischer Handlungsbedarf, um die Marktposition regenerativer Energien zu stärken.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europas. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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