Ausgabe Januar 2001

Kontrollierte Zuwanderung

Möglichkeiten und Grenzen einer Quotierung

Es gibt kaum ein Thema in der Bundesrepublik Deutschland, das die Gemüter derart erhitzt, wie die Zuwanderung und das in diesem Zusammenhang geforderte Einwanderungsgesetz. Ausgelöst durch die Green-Card-Initiative der Bundesregierung, geht es im Kern der Debatte um die Steuerung der in die Bundesrepublik einreisenden Ausländer. Hierzu sollen Höchst- bzw. Teilquoten festgelegt werden, nach denen Asylbewerber, Familiennachzügler, Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge, Kontingentflüchtlinge, Konventionsflüchtlinge und Spätaussiedler, aber auch Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern gegeneinander verrechnet werden. Ziel dieser so genannten „kontrollierten“ Zuwanderung ist es, den hiesigen Fachkräftemangel auszugleichen und die zu erwartenden Probleme in der Rentenpolitik, die sich durch den Bevölkerungsrückgang ergeben, mittel- bis langfristig zu lösen. Gleichzeitig wird mit dem zu schaffenden Einwanderungsgesetz die Hoffnung verbunden, der von vielen als „ungeregelt“, ja „chaotisch“ empfundenen Zuwanderung in die Bundesrepublik endlich Einhalt zu gebieten. Als Vorbilder dienen dabei die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada und Australien.

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