Ausgabe März 2002

Achse des Bösen

Rede des US-Präsidenten George W. Bush zur Lage der Nation vom 29. Januar 2002 (Auszüge)

Mit seinen Aussagen zur "Achse des Bösen", die George W. Bush zwischen dem Irak, dem Iran und Nordkorea vermutet, schreckte er die Partner der USA auf. In der Rede zur Lage der Nation skizzierte Bush die innen- und außenpolitischen Zielsetzungen seiner weiteren Amtszeit. Wir dokumentieren die Ansprache in Auszügen. D. Red.

Vielen Dank, Mr. Speaker, Vizepräsident Cheney, Mitglieder des Kongresses, sehr geehrte Gäste, liebe Mitbürger: Während wir uns heute Abend hier versammeln, befindet sich unser Land im Krieg, unsere Wirtschaft ist in der Rezession und die zivilisierte Welt steht vor nie da gewesenen Gefahren. Dennoch war die Lage der Nation nie stabiler.

[...]

Unsere Fortschritte sind eine Würdigung des Kampfgeistes des afghanischen Volks, der Entschlossenheit unserer Koalition sowie der Macht des amerikanischen Militärs. Als ich unsere Truppen zum Einsatz rief, tat ich dies mit vollem Vertrauen in ihren Mut und ihre Fähigkeiten. Und heute Abend gewinnen wir dank ihnen den Krieg gegen den Terror. Die Männer und Frauen unserer Streitkräfte haben eine Botschaft überbracht, die jetzt jedem Feind der Vereinigten Staaten deutlich ist: Auch 7 000 Meilen entfernt, über Meere und Kontinente, auf Berggipfeln und in Höhlen - sie werden der Gerechtigkeit dieser Nation nicht entfliehen.

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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