Ausgabe November 2007

25 Jahre kommerzielle Gentechnik

Die Kommerzialisierung neuer Biotechnologien, deren wesentliches Merkmal die gezielte Bearbeitung und Rekombination lebender Organismen oder ihrer zellulären und subzellulären Bestandteile ist, kann auf eine mittlerweile 25jährige Geschichte zurückblicken, die 1982 mit der Markteinführung von Humaninsulin als dem ersten gentechnisch hergestellten Produkt begann. Die zunächst regelrecht euphorischen Erwartungen der Industrie auf eine neue Schlüssel- und Querschnittstechnologie mit schnellen und einschneidenden kommerziellen Durchbrüchen in verschiedenen Anwendungsfeldern haben sich allerdings nicht erfüllt.1 Biotechnologische Methoden, Verfahren und Produkte konnten sich in größerem Stil nur im Pharmasektor etablieren. Daneben haben sie seit den 90er Jahren auch in der hochkonzentrierten agrochemischen Industrie vornehmlich bei der Herstellung transgenen Saatguts an Bedeutung gewonnen. Dies ist freilich ein vergleichsweise kleiner, wenn auch äußerst einflussreicher Markt, den der US-amerikanische Hersteller Monsanto mit einem Weltmarktanteil von rund 80 Prozent eindeutig beherrscht.2

Im Pharmasektor haben neue Biotechnologien zum einen das technologische Profil und die Wissensbasis signifikant verändert – neben die chemische Synthese sind biotechnologische Methoden und Verfahren als wichtige neue Instrumente der Forschung, Entwicklung und Produktion getreten. Darüber hinaus haben sie dort auch neue Produkte hervorgebracht.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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