Ausgabe Juni 2008

Musik per Download

Das Geschäft mit digitaler Musik aus dem Internet nimmt seit 2006 Kontur an und ist in den USA in den vergangenen zwei Jahren in signifikante Größenordnungen hineingewachsen. Zwar sind CDs als physische Tonträger nach wie vor der zentrale Umsatzträger der Branche – sie machten 2007 mit knapp 7,5 Mrd. US-Dollar 71 Prozent des Gesamtumsatzes der US-amerikanischen Musikindustrie aus (in Deutschland sogar 81 Prozent). Von einer Ablösung der CD als dem Kernprodukt der Branche kann also noch keine Rede sein. Allerdings nimmt ihr Gewicht gegenüber nichtphysischer digitaler Musik, deren Verkauf deutlich an Fahrt gewonnen hat, sukzessive ab.

Strukturmerkmale des digitalen Musikmarktes

In den Vereinigten Staaten, dem mit etwa einem Drittel des weltweiten Umsatzes größten und im Digitalgeschäft führenden Musikmarkt, ist dieser Trend besonders deutlich erkennbar. Dort machten Single-, Album- und Musikvideo-Downloads im vergangenen Jahr mit knapp 1,3 Mrd. US-Dollar bereits gut 12 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikindustrie aus (2006: 7,5 Prozent). Rechnet man zu den Musik-Downloads die Mobile Music, also auf Handys heruntergeladene Klingeltöne, Musikstücke oder Musikvideos, sowie digitale Musikabonnements, bei denen Musik gehört, aber nicht als Download erworben werden kann, hinzu, dann trug der Verkauf von nichtphysischer Musik in den USA 2007 mit 22,5 Prozent (knapp 2,4 Mrd.

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