Ausgabe Oktober 2008

Die neue Abgeltungssteuer

Die Besteuerung von Kapitaleinkünften im Allgemeinen und von Zinseinkünften im Besonderen ist in den letzten Monaten wieder verstärkt in die Diskussion geraten – sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union.

Kern der Reform, die im kommenden Jahr in Kraft tritt, ist die Einführung einer sogenannten Abgeltungssteuer. Diese wird auf sämtliche Kapitalerträge erhoben werden, also sowohl auf laufende Erträge in Form von Zinsen und Dividenden als auch auf Veräußerungsgewinne, die beim Verkauf von Wertpapieren realisiert werden. Als Steuersatz sind einheitlich 25 Prozent vorgesehen, unabhängig von der Höhe der erzielten Kapitaleinkünfte. Somit werden Kapitaleinkünfte endgültig konsequent aus der progressiven Einkommensbesteuerung herausgenommen.

Für Zinseinkünfte und Veräußerungsgewinne bedeutet dies, dass ihre Maximalbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag auf 26,375 Prozent limitiert wird – auch wenn der Steuerpflichtige sich aufgrund der Höhe seiner sonstigen Einkünfte im Spitzeneinkommensbereich befindet und dem fast doppelt so hohen Spitzensteuersatz von 47,48 Prozent (Einkommensteuer plus Solidaritätszuschlag) unterliegt. Bisher werden Zinseinkünfte an der Quelle mit der Zinsabschlagsteuer belegt, die einschließlich Solidaritätszuschlag 31,65 Prozent beträgt. Sie wird von den Finanzinstituten einbehalten und an den Fiskus abgeführt.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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