Ausgabe Februar 2011

Die schöpferische Kraft des Subjektiven

Seit langem schon, lange vor den diversen französischen Protest- und Aufstandsmanifesten, ist der irische Politikwissenschaftler John Holloway in theoretisch interessierten Kreisen weit mehr als ein Geheimtipp. Mit „Kapitalismus aufbrechen“ knüpft er nun an sein 2002 erschienenes, bereits in vierter Auflage vorliegendes Buch „Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen“ an. Schon in diesem steht das „kritisch revolutionäre Subjekt“ nicht als definiertes „Wer“, sondern „als undefinierbares, anti-definitionsbestimmtes Was“ im Vordergrund, das sich gegen Unterordnung auflehnt.

Es gibt keinen Grund, so Holloway, den Schrei der Auflehnung auf eine Gruppe von Menschen zu reduzieren. Dieser „Schrei gegen“ etwas, gegen Ausbeutung und Entmenschlichung, ist eine Schlüsselkategorie seines Denken. Auflehnung wiederum erweist sich als zentraler Bestandteil der Alltagserfahrung und kann als gruppen-, schichten- oder klassenübergreifender Aspekt der Nicht-Unterordnung verstanden werden – wie auch als Bestandteil „kreativer Macht“, einer weiteren Schlüsselkategorie Holloways.

„Die Menschenwürde ist unsere Waffe gegen eine Welt der Zerstörung“, heißt es in „Kapitalismus aufbrechen“.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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