Ausgabe März 2018

Die suggestive Kraft der Verschwörungstheorien

Spätestens seit den Anfängen des Mitmach-Internets beobachten wir in politischen Debatten eine Zunahme von Verschwörungstheorien. Zuweilen werden sie sogar von Staatschefs bemüht, um die eigene Politik zu rechtfertigen oder Gegner zu diskreditieren. Umgekehrt kann es ein Mittel der Diffamierung sein, jemanden als „Verschwörungstheoretiker“ zu betiteln. Der Begriff „Verschwörungstheorie“ ist „zu einem festen Bestandteil des alltäglichen gesellschaftlichen Diskurses geworden“, bilanziert denn auch Michael Butter in der Einleitung seines neuen Buches „Nichts ist, wie es scheint“. Doch seien mit dem Begriff auch einige Mythen verknüpft, die einem Verständnis des Phänomens im Wege stehen. Deshalb will Butter in seinem Buch eine tragfähige wissenschaftliche Definition des Begriffes prägen, aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema vorstellen und miteinander verknüpfen. Kurz: Er will Ordnung in die Sache bringen. Das gelingt ihm ausgezeichnet – was daran liegen mag, dass der Amerikanist und Literaturwissenschaftler schon seit einigen Jahren Verschwörungstheorien untersucht und ein transdisziplinäres europaweites Forschungsprojekt zum Thema leitet.

Die ersten drei Kapitel befassen sich mit dem Was, dem Wie und dem Warum von Verschwörungstheorien, das vierte mit ihrer Geschichte und das fünfte mit ihrer Gegenwart.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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