Ausgabe Januar 2020

Die AfD im Klima-Abseits

In der Dezember-Ausgabe warnte »Blätter«-Redakteur Albrecht von Lucke vor einer möglichen Wiederkehr der Geschichte, wenn auch unter veränderten Vorzeichen, durch erste Überlegungen einer Regierungsbeteiligung der AfD in Thüringen. Diesem Gefahrenszenario widerspricht der »Zeit«-Autor Maximilian Probst.

Der Rechtsnationalismus wird aus falschen Gründen gefürchtet. Natürlich hat die AfD bis in die obersten Spitzen ein Nazi-Nähe-Problem. Doch ganz gleich, wie Björn Höcke heute redet oder was Andreas Kalbitz früher mit braunen Kumpanen getrieben hat: Der Nationalsozialismus wird im Gewande der Partei genauso wenig wiederkehren, wie der Stalinismus durch die Grünen wiederkehrte, auch wenn einige von deren Anhängern anfangs ein erkennbares K-Gruppen-Problem hatten.

Das mag in manchen Kreisen für eine gewisse Enttäuschung sorgen, Kreise, in denen man hofft, die AfD möge sich bitte durch stetige Radikalisierung unwählbar machen. Doch diesen Gefallen wird die Partei ihren Gegnern nicht tun. Im selben Maße wie ihre Ambitionen größer werden und Regierungsbeteiligungen näherrücken, wird sie sich, und das ist schon jetzt zu beobachten, um ein bürgerliches Auftreten bemühen.

Januar 2020

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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