Der New Yorker "Aufbau" veröffentlichte im März dieses Jahres die Geschichte eines Möbelverkaufs. Stattgefunden hatte er 1938; Verkäuferin war eine Jüdin, die Deutschland verließ, Käufer die Stadt Lauf an der Pegnitz. Eine Rolle spielt dieser Besitzwechsel noch heute, weil die Nichte der inzwischen verstorbenen Frau die Möbelstücke vor einiger Zeit im Archiv der Stadt ausfindig gemacht hatte. Der Archivar bestätigte ihr auf Anfrage, daß es eine Auflistung der benannten Möbelstücke gebe und diese sich noch im städtischen Besitz befänden. Die Aussichten der Nichte, die Einrichtungsgegenstände als Erinnerung an ihre Familie zurückzuerhalten, verschlechterten sich jedoch durch einen Brief des Bürgermeisters, in dem dieser mitteilte, die Möbel seien laut vorliegender Quittung mit 540 Reichsmark ordnungsgemäß erworben worden, hätten wegen Pflege und Erhalt seit mehr als 60 Jahren erhebliche Unkosten verursacht und wären ohnehin nicht mehr auffindbar.
Das Jahr 1976 entpuppte sich als Krisenjahr für die DDR-Regierung, von dem sie sich nicht mehr erholen sollte. Schon vor der Ausbürgerung Wolf Biermanns sorgte der Feuertod des Pfarrers Oskar Brüsewitz für Unruhe.