Ausgabe Oktober 2001

Verfassungsänderung unter dem Druck militärischer Aggression - Rede des mazedonischen Premierministers Ljubco Georgievski vor dem Parlament in Skopje am 7. September 2001 (Auszüge)

 

Der Vorsitzende der Regierung der Republik Mazedonien, Ljubco Georgievski, hat in der Fortsetzung der 80. Parlamentssitzung die Initiative des Präsidenten der Republik Mazedonien zum Herangehen an die Verfassungsänderungen unterstützt, wie sie sich aus dem Rahmenabkommen ergeben, und alle Abgeordneten aufgerufen, diesen Vorschlag zu unterstützen.

"Der Inhalt der Veränderung ist allem Anschein nach eine Verbindung zwischen dem, was die Albaner in der Republik Mazedonien haben und jenem, was ihnen möglicherweise durch die Verfassungszusätze zu Zeiten der früheren Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien von Seiten der damaligen Regierung weggenommen wurde", sagte Premier Georgievski.

Zu Beginn seiner Ausführung widersprach er der Auffassung, daß durch eine Änderung der Verfassung der Republik Mazedonien die Ursachen für die Krise entfallen und daß Frieden in Mazedonien herrschen wird. "Ich habe nie geglaubt, daß die Verfassung der Republik Mazedonien die Ursache für die kriegerische Krise in diesem Staat ist, die bereits seit sechs Monaten andauert", sagte Georgievski und fügte hinzu, daß weder die jetzige Regierung noch ihre Vorgängerin für die aktuelle Situation verantwortlich sind.

Sie haben etwa 9% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 91% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Erfahrung der Freiheit: Die Kinder von Tschernobyl

von Olga Bubich

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl traf die armen Regionen in Belarus besonders hart. Gut eine Million Kinder aus den verstrahlten Gebieten konnten über humanitäre Programme jahrelang ein paar Wochen in anderen europäischen Ländern verbringen.