Ausgabe März 2005

Kirche und Umweltmanagement

Seit nunmehr sieben Jahren beschäftigen sich kirchliche Einrichtungen in der Bundesrepublik mit der Einführung von Umweltmanagementsystemen, wie sie in der 1993 verabschiedeten Europäischen Verordnung zum Umweltmanagement (EMAS) gefordert werden.1 Am Anfang dieser Zeit standen einige Modellprojekte, in deren Verlauf vier kirchliche Einrichtungen – ein Alten- und Pflegeheim, ein Studienzentrum und zwei Verwaltungseinrichtungen – zur Validierung nach der EMAS geführt wurden.

Diese Idee war entstanden, weil bei der langjährigen Umweltberatung von Kirchengemeinden und anderen kirchlichen Einrichtungen deutlich geworden war, dass Umweltmanagement auch in der Kirche im Rahmen eines systematischen und anerkannten Ansatzes sinnvoll und geboten ist. Denn nur auf diesem Weg werden Umweltbelange in Managemententscheidungen und alltäglicher Praxis auf Dauer beachtet. Insbesondere die Umweltberatung der bayerischen Landeskirche sammelte hier wertvolle Erfahrungen. In diesem Zusammenhang kann auch ein Projekt in der thüringischen Landeskirche genannt werden, bei dem über einige Zeit eine Art "Umweltprüfung" beim Wechsel von Pfarrern und Pfarrerinnen in einer Kirchengemeinde ausgeführt wurde.

Im Anschluss an diese Modellprojekte wurde ein Vorhaben initiiert, das Möglichkeiten aufzeigen sollte, Umweltmanagementsysteme nach EMAS flächendeckend in den kirchlichen Einrichtungen einzuführen.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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