Wie die FIFA demokratische Prinzipien aushebelt und Regierungen erpresst
Bild: FIFA-Präsident Gianni Infantino und Donald Trump mit dem Siegerpokal der Club-WM, 13.7.2025 (IMAGO / Ulrich Hufnagel)
Wenn im Juni bei der Fußball-WM der Männer der Ball rollt, dann profitiert davon maßgeblich der Weltfußballverband FIFA. Deren mächtiger Chef Gianni Infantino ließ im Vorfeld keine Gelegenheit aus, Donald Trump zu umschmeicheln - den Co-Gastgeber des Turniers. Besteht noch Hoffnung auf eine emanzipatorische Wende im Weltfußball?
FIFA goes Trump: Der Weltfußballverband, der ab dem 11. Juni seine Männer-Weltmeisterschaft in Nordamerika austrägt – vor allem in den USA und zu einem kleineren Teil in Mexiko und Kanada – nähert sich auch politisch dem US-Präsidenten und dem von ihm verkörperten Regime an. Dass FIFA-Präsident Gianni Infantino am »Friedensrat« von Donald Trump teilnimmt, ist nur ein Ausdruck davon. Auch bei dem im Oktober 2025 vom US-Präsidenten inszenierten »Gaza-Friedensgipfel« im ägyptischen Scharm El-Scheich war Infantino anwesend. Besonders augenfällig wurde die Nähe der FIFA zur gegenwärtigen US-Administration, als der FIFA-Präsident im Dezember 2025 Trump einen neu geschaffenen »FIFA-Friedenspreis – Fußball vereint die Welt« verlieh. »Sie können immer auf meine Unterstützung zählen, Herr Präsident, auf die Unterstützung der gesamten Fußballgemeinschaft«, führte Infantino dort aus.
Die häufigste Interpretation des Gebarens des FIFA-Präsidenten lautet: Hier biedert sich jemand aufs Peinlichste an.