Ausgabe März 1991

Und wer zahlt die Spesen?

Kosten und weltwirtschaftliche Folgen des Golfkriegs

"Auf dem Spiel steht mehr als ein kleines Land, es ist eine große Idee: eine neue Weltordnung - in der verschiedene Nationen sich in einer gemeinsamen Sache vereinen, um die universellen Hoffnungen der Menschheit zu verwirklichen: Frieden und Sicherheit, Freiheit und die Herrschaft des Rechts." (Präsident Bush in seiner Rede zur Lage der Nation am 30.1.1991.)

Vorerst wird diese neue Weltordnung jedoch mit einem Krieg eingeleitet, in den mehr als eine Million Soldaten geschickt werden. Unter der Führung - und unter dem Kommando - der USA kämpfen 28 Staaten gegen den Irak, das sind mehr als jemals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gleichzeitig in einen Krieg verwickelt waren. Auf beiden Seiten ist modernste Rüstung in großer Quantität vorhanden, einschließlich Giftgas und biologischer Waffen sowie - im Falle des Irak möglicherweise - atomarer Vernichtungsmittel.

Der Verlauf dieses Krieges scheint jedoch nicht den Erwartungen derer zu entsprechen, die ihn angeordnet haben. Je mehr er sich hinzieht, desto höher werden die Verluste, die Kosten und ökonomischen Belastungen.

März 1991

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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