In El Salvador zeichnet sich nach zehn Jahren heftiger Kämpfe eine politische Lösung zur Beendigung des Krieges ab, der seit 1981 über 70 000 Menschenleben forderte. Weitere 7000 Personen gelten als "verschwunden" und mehr als 1 Million Menschen - von 5,5 Millionen Einwohnern - mußten ihre Herkunftsorte aufgrund massiver Armeeattacken verlassen. Die USA investierten von 1980 bis 1990 offiziell 4,2 Mrd. Dollar an Wirtschafts- und Militärhilfe, um den Sturz der befreundeten Regimes zu verhindern und die Aufständischen militärisch zu schlagen. Mittlerweile hat sich jedoch sowohl bei der Befreiungsbewegung "Farabundo Marti" (FMLN), als auch bei den USA und der ultrarechten Regierung El Salvadors die Einsicht durchgesetzt, daß keine Seite die jeweils andere militärisch besiegen kann. Um dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten und der weiteren Zerstörung des einst am weitesten entwickelten Landes in Mittelamerika Einhalt zu gebieten, ist ein von beiden Seiten akzeptiertes, umfassendes politisches Abkommen erforderlich. Nach einem Jahr harter Verhandlungen einigten sich am 27. April Regierung und Guerilla in Mexico-City auf Reformen, die den Weg für Waffenstillstandsgespräche öffnen.
Am 6. September, in gut sechs Wochen, findet die wohl wichtigste deutsche Wahl dieses Jahres statt, nämlich die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Seit Monaten liegt die AfD in allen Umfragen klar vorn, stets um die 40 Prozent, mit kaum mehr einholbarem Abstand vor der Union.