Ausgabe Dezember 1991

Gewinner und Verlierer in der Weltverschmutzungsordnung.

Versuch einer sozial-ökonomischen Typisierung klimarelevanter Emissionen

Die englische Fassung des nachfolgenden Beitrags von Reinhard Loske wurde auf der Tagung "Conflicts in Global Ecology" im Essener Kulturwissenschaftlichen Institut Ende Juni 1991 unter dem Titel "Winners and Losers in the International Pollution Order" vorgetragen. Die Grundideen des Vortrags, der sich an einer neuartigen Kategorisierung klimarelevanter Spurengasemissionen versucht, sind insbesondere bei den Umweltverbänden auf positive Resonanz gestoßen. Sie wollen Loskes Vorschläge in den Vorbereitungsprozeß zur UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) einspeisen, die im Juni 1992 in Rio de Janeiro stattfindet. D. Red.

Die Stabilität des Weltklimas ist heute durch verschiedene menschliche Aktivitäten gefährdet. Hierzu zählen vor allem die Verbrennung fossiler Energieträger, der Einsatz halogenierter Chemikalien, die Zerstörung der Wälder, die Intensivierung der Landwirtschaft, die Übernutzung natürlicher Ressourcen und die "Produktion" von Abfällen verschiedenster Art. Jedes dieser Probleme ist für sich genommen seit langem Gegenstand von gesellschaftlichen und politischen Kontroversen. Durch den menschgemachten Treibhauseffekt jedoch fügen sich die einzelnen Fehlentwicklungen möglicherweise zu einem destruktiven Ganzen zusammen.

Dezember 1991

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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