Ausgabe Oktober 2003

Thailand: Militär, Wald, und Widerstand

Bürgerkriegsökonomien

Nicht nur Öl und Diamanten, auch Waldressourcen können ein Streitobjekt bei Bürgerkriegen und gesellschaftlichen Konflikten bilden. Als prominentes Beispiel gilt der Bürgerkrieg in Kambodscha, bei dem die Roten Khmer und die Staatsarmee in den von ihnen kontrollierten Gebieten Edelhölzer an den Meistbietenden verkauften und der humanitären Katastrophe eine ökologische hinzufügten.1

Auch im Nachbarland Thailand war der Wald Gegenstand ausgedehnter Konflikte. Dabei spielte das Militär eine wichtige Rolle, sowohl im Bürgerkrieg mit kommunistischen Guerillas Ende der 70er als auch Ende der 80er Jahre im Konflikt um Eukalyptusplantagen. Die Zuspitzung des letzteren im Khor-Jor-Kor-Projekt und eine dagegen erfolgreiche Widerstandsbewegung bilden einen Faktor für die innenpolitische Zurückdrängung der Armee. Zugleich fanden sich durch den Konflikt zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, die alternative Modelle der Waldbewirtschaftung propagieren.

Die Verquickung des Militärs mit der Forstwirtschaft geht zurück auf die Revolution im Jahre 1932 und die nachfolgende Strategie der staatlich gelenkten nationalen Entwicklung.

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