Ausgabe Januar 1996

Der Traum vom Umweltraum

Zur Studie des Wuppertal Instituts über ein zukunftsfähiges Deutschland

Die neue Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie hat kontroverse Debatten angestoßen. Einer Qualifizierung und Popularisierung der oft noch arg formelhaften Konzepte für den "ökologisch-sozialen Umbau" kann dies nur förderlich sein. Im Dezemberheft haben wir (in Hans Diefenbachers "Umweltinformation") die im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der katholischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR erstellte Studie "Zukunftsfähiges Deutschland - Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung" vorgestellt und das Kapitel "Leitbilder" aus der Kurzfassung im Wortlaut dokumentiert. Im folgenden setzt sich Elmar Altvater kritisch mit einigen der Leitbilder und mit der Reichweite des Schlüsselbegriffs "Umweltraum" auseinander. Er vermißt die Analyse von Interessenlagen und sozialökonomischen Vorgaben. In einem anschließendem Beitrag wird Michael Kohlhaas der Frage der "Markttauglichkeit" der Vorschläge für eine "nachhaltige" Entwicklung ("sustainable development") unter den Bedingungen eines hochentwickelten Industrielandes wie der Bundesrepublik nachgehen. D. Red.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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