Biographie von Elmar Altvater

Elmar Altvater, geb. 1938 in Kamen, Dr. oec. publ., Prof. em. für Politische ökonomie an der Freien Universität Berlin, gest. 2018.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Elmar Altvater.

Elmar Altvater in den »Blättern«

Genossenschaft und gutes Leben

Die Aufmerksamkeit aller Klima- und Entwicklungspolitiker wie -Aktivisten richtet sich bereits auf die kommende UN-Mammutkonferenz „Rio+20“. Vielleicht hat deshalb kaum jemand bemerkt, dass wir uns seit dem 1. Januar 2012 im UN-Jahr der Genossenschaften befinden.

Fukushima, mon horreur

„Wenn alles verstrahlt ist, hilft auch kein Mindestlohn“, kommentierte der Co-Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, das gute Abschneiden der Grünen und die Misserfolge der Linkspartei bei den jüngsten Landtagswahlen Ende März 2011. In der Tat: Die Katastrophe von Fukushima hat politische Konzepte und Strategien nicht nur in Japan obsolet gemacht.

Die kapitalistischen Plagen

Die zehn biblischen Plagen, die der Gott des Volkes Israel über die Ägypter brachte, darunter vergiftete Brunnen, Stechmücken, die schwarzen Blattern, Viehpest, Froschlawinen, Heuschreckenschwärme und eine Sonnenfinsternis, sind unbestätigte Geschichte, über die im Zweiten Buch Moses des Alten Testaments berichtet wird.

Von Nairobi nach Heiligendamm

Um alljährlich im Januar im Nobel-Wintersportort Davos beim „Weltwirtschaftsforum“ dabei sein zu können, zahlen die über 2000 Manager einen Mitgliedsbeitrag von 30 000 US-Dollar pro Jahr und einen Tagungsbeitrag von nochmals 10 000 US-Dollar.

Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir Kapitalismuskritik?

Wem britischer Empirismus nicht gänzlich fremd ist und wer noch nicht vergessen hat, dass wir im Jahre 2005 das „Schillerjahr“ begangen haben, wird wissen, dass der Titel dieser Abschiedsvorlesung den der Antrittsvorlesung von Friedrich Schiller paraphrasiert. Er hat sie am 26. Mai des Revolutionsjahres 1789 an der Universität Jena gehalten.

Das Ende des Kapitalismus

Alles auf Erden findet in den Grenzen von Raum und Zeit statt. Auch der Kapitalismus hat einen Anfang und folglich auch ein Ende. Der Kapitalismus ist historisch. Dies wird jedoch keineswegs allgemein akzeptiert, im Gegenteil.

Öl-Empire

Von der Wiederwahl George W. Bushs am 2. November dürfte der Papst besonders peinlich berührt gewesen sein. Denn ihm ist ein Konkurrent erwachsen, der ebenfalls sein Mandat von Gott herleitet.

Wirtschaftspolitik im Globalisierungstrilemma

 In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten trug die Politik der großen westlichen Industrieländer das Ihre dazu bei, die nationalen Märkte und den Weltmarkt weitgehend zu deregulieren. Die Waren- und Kapitalströme sind breiter geworden, laufen schneller und erreichen inzwischen die letzten Winkel des Globus.

Der Traum vom Umweltraum

Die neue Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie hat kontroverse Debatten angestoßen. Einer Qualifizierung und Popularisierung der oft noch arg formelhaften Konzepte für den "ökologisch-sozialen Umbau" kann dies nur förderlich sein.

Wettlauf ohne Sieger

Edward Luttwak hat in seinem Buch mit dem bellizistischen Titel "Weltwirtschaftskrieg" 1) zu Recht darauf verwiesen, daß wir es heute nicht mehr mit der Nationalökonomie des 19. und frühen 20. Jhs., sondern mit der modernen "Geoökonomie" zu tun haben.

Potemkinsche Landschaften

Wirtschaft ist zu 80% Psychologie, die ist zu 80% Meinungsumfrage vom Typ Noelle-Neumann, davon sind 80% Seelenmassage und Suggestivkraft, und die beruht wiederum zu 80% auf gefälligen Daten, die auf alle möglichen Weisen interpretiert werden, nur nicht nach den harten Regeln der ökonomischen Wissenschaft.

Ein politischer Streik

Wer hätte im Mai 1989, noch in der damaligen DDR, daran gedacht, daß vier Jahre später für die Angleichung der Lebensbedingungen in Deutschland Ost an das Niveau Deutschland West wochenlang in der Metall- und Stahlindustrie gestreikt werden müßte, exemplarisch für die soziale Schieflage in der größeren Bundesrepublik und stellvertretend für d

Stammeswesen im globalen Dorf

Der nachstehende Beitrag befaßt sich mit der Diskrepanz zwischen dem universalen Anspruch der westlichen Lebensweise und dem beschränkten "Möglichkeitsraum" seiner Verwirklichung.

Ist das Wirtschaftswunder wiederholbar?

Daß die Bürger der ehemaligen DDR am 2. Juli 1990 die DM wie die Schwalbe begrüßten, die den langen freundlichen Sommer bringt, war angesichts der Versprechungen vom kommenden Wohlstand und vom garantierten besseren Leben in einer vom Eise befreiten Gesellschaft wenig erstaunlich.