Ausgabe Mai 2011

Editorial

Große Köpfe für große Fragen

Allen Markttrends zum Trotz befinden sich die „Blätter“ weiterhin im Aufwind: Mit der Aprilausgabe haben wir erneut unsere Auflage auf nunmehr 9000 Exemplare erhöht – noch vor zwei Jahren lag sie bei 8000. Und auch die Zahl der Abonnements wächst beständig.

Kommentare

EU: Bei Abflug Rasterfahndung

Im Europäischen Parlament gärt es. Anlass geben die Pläne der EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, künftig sämtliche Daten von Fluggästen auszuwerten, die in die EU einreisen bzw. diese auf dem Luftwege verlassen.

Seltene Erden: Legende und Wahrheit

Chinas Aufstieg bewegt die Welt. Seine Macht ist durch sein Monopol in der Seltenerd-Produktion wieder deutlich geworden. Doch die aktuelle Knappheit Seltener Erden ist weniger Ergebnis chinesischer Machtpolitik, sondern westlicher Fehlleistungen.

Debatte

Buch des Monats

Die grüne Lichtgestalt

Die jüngsten Erfolge der Grünen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen, wie weit die Partei inzwischen in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist. Saskia Richters Biographie über Petra Kelly, die grüne Lichtgestalt der Gründungszeit, ruft eindringlich in Erinnerung, was die Protagonisten dabei hinter sich gelassen haben.

Aufgespießt

Kurzgefasst

Kurzgefasst

Europa und die neue Deutsche Frage. Ein Gespräch mit Jürgen Habermas, Joschka Fischer, Henrik Enderlein und Christian Calliess

Analysen und Alternativen

Fukushima, mon horreur

„Wenn alles verstrahlt ist, hilft auch kein Mindestlohn“, kommentierte der Co-Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, das gute Abschneiden der Grünen und die Misserfolge der Linkspartei bei den jüngsten Landtagswahlen Ende März 2011. In der Tat: Die Katastrophe von Fukushima hat politische Konzepte und Strategien nicht nur in Japan obsolet gemacht.

Libyen: Intervention mit Fallstricken

Sich in interne Streitigkeiten eines fremden Landes einzumischen, verlangte schon immer, vorher klug abzuwägen. Stets sind Aspekte der eigenen nationalen Interessen, der Bündnisse und Vertragsverpflichtungen, des globalen Gleichgewichts und des Völkerrechts zu berücksichtigen. Seit dem 20.

Der arabische Frühling

Die Massen mutiger Menschen in der arabischen Welt, von Tunis bis zum Tahrir-Platz, von Jemen und Bahrain bis nach Bengasi und Tripolis, haben unsere Herzen erobert.

Der August Bebel der Kritischen Theorie

August Bebel gehört zu den großen Unbekannten der deutschen Geschichte. Bei der Lektüre der Biographien über ihn von Theodor Heuss und Brigitte Seebacher-Brandt fand ich viel, was ich nicht gewusst hatte; aber ich fand nicht das, was ich eigentlich suchte. Theodor Heuss beschreibt wunderschön Bebels „prachtvolle Stimme mit dem kupfernen Ton“.

Chronik des Zeitgeschehens