Ausgabe April 1997

Verleihung des Demokratiepreises 1997

How to Learn from History?

10. März 1997, Tag der Verleihung des Demokratiepreises der "Blätter" und ihres Fördervereins an Daniel Jonah Goldhagen, den Autor des Buches Hitler's Willing Executioners (Hitlers willige Vollstrecker). Am frühen Nachmittag eine mit ca. 150 Teilnehmern überfüllte Pressekonferenz. Daniel Goldhagen: "Ich bin nicht nach Deutschland gekommen, um jetzt und heute abend in erster Linie über die Vergangenheit zu sprechen. Ich bin hierher gekommen, weil ich über die Gegenwart reden möchte, speziell über einige besonders positive Aspekte der Bundesrepublik, ihrer Geschichte und ihres Selbstverständnisses." Zum Ende gab es Beifall der in- und ausländischen Journalisten. Ein paar Stunden später Empfang für Preisträger, Laudatoren und Gäste der Preisverleihung bei der Bonner Oberbürgermeisterin. Unter den "illustren Gästen" ("Bonner Rundschau") Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer, Michel Friedman vom Zentralrat der Juden in Deutschland, die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der Publizist Ralph Giordano, Martin Schulze von der ARD und Gabriele von Arnim, Margareta Mathiopoulos und zahlreiche andere Persönlichkeiten.

April 1997

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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