Bild: Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU), 22.3.2026 (IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
Die ersten beiden Wahlen des Jahres sind geschlagen und ihre Ergebnisse weisen weit über die Landespolitik hinaus. Speziell aus Sicht der großen Koalition im Bund sind die Ergebnisse alarmierend.
Für die Union hat dieses so wichtige Wahljahr so begonnen, wie man es sich gerade nicht vorgestellt hatte.1 Denn eigentlich war der Wahlsieg in Baden-Württemberg fest eingepreist. Er sollte »die Rampe« zu bald zehn erfolgreichen Ministerpräsidenten sein, wie Generalsekretär Carsten Linnemann lauthals getönt hatte. Doch durch die historische Aufholjagd Cem Özdemirs wurde der Union ein dicker Strich durch die Rechnung gemacht. Verglichen mit Baden-Württemberg maß die Union dem Wahlgang in Rheinland-Pfalz weit geringere Bedeutung bei. Do ut des, »gibst du mir, geb ich dir«, lautete die Devise des Bundeskanzlers. Friedrich Merz wollte insgeheim gegenüber der SPD durchaus generös sein, um sich das Regieren in Berlin nicht noch weiter zu erschweren. Deshalb kalkulierte man einen SPD-Sieg des Amtsinhabers Alexander Schweitzer ein. Dementsprechend war der Wahlkampf der Bundes-CDU in Rheinland-Pfalz lange nicht übermäßig intensiv.
Doch nach der Pleite im »Ländle« kam es nun auch für die Union auf das »Land der Reben und Rüben« an, um den Start in das Jahr nicht völlig zu vergeigen. Das heißt, eigentlich durfte keiner, weder CDU noch SPD, die Wahl verlieren.
Das galt noch mehr für die SPD.