Ausgabe September 2001

Ökonomische Anreize in der Umweltpolitik

Plädoyer für einen Policy-Mix aus Ökosteuern, Subventionsabbau und Emissionshandel

Bei der ökologischen Modernisierung unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems kommt der Ökologischen Steuerreform eine Schlüsselrolle zu. In Umwelt- und Wissenschaftskreisen wurde sie von Anfang an positiv begleitet. Mittlerweile ist sie jedoch unter öffentlichen und politischen Druck geraten, ihre Fortsetzung scheint in den Augen vieler Beobachter die Wahlchancen der Regierungskoalition zu gefährden. Ihre Zukunft ist sowohl im Grundsatz als auch in der Ausgestaltung substanziell gefährdet. Selbst ehemalige Befürworter fassen sie vielfach nur noch mit spitzen Fingern an. Die Suche nach Alternativen und Ausstiegsszenarien hat begonnen. In der politischen wie der akademischen Debatte ist ein Paradoxon zu beobachten: Es herrscht weitgehendes Einvernehmen über die Ziele der Ökologischen Steuerreform, auch die ersten Erfolge in Form von Lenkungseffekten werden kaum mehr in Abrede gestellt; bislang ziehen aber nur wenige konsequent den Schluss, die Verlagerung der Abgabenlast vom Faktor Arbeit auf den Faktor Energie fortzusetzen und vorhandene Defizite in der jetzigen Ausgestaltung zu beseitigen.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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