Ausgabe Oktober 2001

Das Rahmenabkommen von Ohrid vom 13. August 2001 (Wortlaut)

Die nachstehenden Punkte enthalten einen vereinbarten Rahmen für die Sicherung der Zukunft der Demokratie in Makedonien und für die Ermöglichung der Entwicklung engerer und integrierterer Beziehungen zwischen der Republik Makedonien und der euroatlantischen Völkergemeinschaft. Dieser Rahmen wird die friedliche und harmonische Entwicklung einer Zivilgesellschaft unter Respektierung der ethnischen Identität und der Interessen aller Bürger Makedoniens fördern.

1. Grundprinzipien

1.1 Die Anwendung von Gewalt zur Verfolgung politischer Ziele wird vollständig und bedingungslos abgelehnt. Nur friedliche politische Lösungen können eine stabile demokratische Zukunft für Makedonien gewährleisten. 1.2 Souveränität und territoriale Integrität Makedoniens sowie sein unitarischer Charakter als Staat sind unantastbar und müssen erhalten bleiben. Ethnische Probleme können nicht territorial gelöst werden. 1.3 Der multiethnische Charakter der makedonischen Gesellschaft muß gewahrt bleiben und muß sich im öffentlichen Leben widerspiegeln. 1.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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