Ausgabe Juni 2017

Klima: Katastrophe ohne Versicherung

Im April dieses Jahres kam Großbritannien zum ersten Mal seit der Industriellen Revolution einen vollen Tag lang ohne Kohleenergie aus. Dies ist eine bemerkenswerte Nachricht – und ein gutes Zeichen für die Zukunft. Das Land, in dem die jahrhundertelange Liebe der Menschheit zu den brennenden schwarzen Steinen begann, geht jetzt darüber hinaus.

So wie das Faxgerät den E-Mails weichen musste und Walöl durch Kerosin abgelöst wurde, wird nun die Kohle durch sauberere Arten der Energiegewinnung verdrängt. Und dieser Wechsel könnte noch schneller gehen – vielleicht schnell genug, um den Klimawandel zumindest abzubremsen – wenn sich die riesige und mächtige Versicherungsindustrie daran beteiligen würde.

Die Streuung des Risikos

Bei der Entwicklung unserer Industriegesellschaft und deren bedeutendster Energiequelle, der Kohle, spielte die Versicherungsindustrie immer schon eine entscheidende Rolle. Sie hat, was oft übersehen wird, die Industrielle Revolution erst möglich gemacht.

„Ohne die Versicherer gäbe es dies nicht“, sagte Henry Ford einmal, als er auf die Skyline von New York blickte. „Ohne Versicherungen gäbe es keine Wolkenkratzer. Kein Investor würde sonst Gebäude finanzieren, die von einem Zigarettenstummel niedergebrannt werden könnten.

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