Ausgabe Oktober 2017

Hurrikan »Irma« und der Klimakrieg

Betrachten wir der Übersichtlichkeit halber nur, was innerhalb einer einzigen Woche auf einem einzigen Kontinent geschah, und zwar in Nordamerika: In Houston begann Anfang September die harte und unromantische Arbeit des Wiederaufbaus. Zuvor war Hurrikan „Harvey“ über Texas hinweggefegt, der den stärksten jemals in dem Bundesstaat gemessenen Regen mit sich brachte. Über weite Strecken war „Harvey“ ein Sturm, wie er nur einmal in 25 000 Jahren vorkommt, an bestimmten Orten sogar einer, wie er nur einmal in 500 000 Jahren eintritt.

Gleichzeitig stellte San Francisco mit 41,1 Grad Celsius nicht nur seinen Temperaturrekord ein, sondern schlug ihn gar um 1,5 Grad. Ein solcher Anstieg sollte nach 150 Jahren, also 55 000 Tagen, Wetteraufzeichnungen statistisch eigentlich unmöglich sein. Dasselbe heiße Wetter sorgte für Rekorde an der ganzen Westküste – außer an jenen Orten, an denen eine Rauchwolke von enormen Waldbränden die Sonne verdunkelte.

Nachdem ein Waldbrand sich irgendwie über den mächtigen Columbia River von Oregon in den benachbarten Bundesstaat Washington ausgebreitet hatte, berichteten Bewohner, die Asche falle so dick vom Himmel wie nach dem Ausbruch des Mount St. Helens 1980 – einem der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts.

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