Warum Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammengehören
Bild: Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, 17.3.2025 (IMAGO / NurPhoto)
Der große autoritäre Umbruch, der gegenwärtig sowohl die nationale als auch internationale Politik erschüttert, führt zu enormer Verunsicherung bei den Menschen. Umso mehr muss er die politischen Akteure veranlassen, sich der Ziele ihres Handelns immer wieder aufs Neue zu vergewissern, aber auch ihrer Wurzeln. Dabei kommt der Erneuerung des Liberalismus speziell für die Grünen eine besondere Bedeutung zu.
Wer angesichts der gewaltigen Herausforderungen der Gegenwart über die Aufgaben der Politik grundsätzlicher nachdenkt, stößt unweigerlich auf die Grundideen unserer Moderne – vor allem auf Liberalismus, Konservatismus und Sozialismus, aber inzwischen auch auf einen vergleichsweise jungen Mitspieler, das ökologische Denken.
Diese Denkschulen und Konzepte sind wie Kontinente auf der Landkarte der Ideen. Doch wenn sie praktisch werden, bleiben sie nicht abgetrennt voneinander wie in einem platonischen Ideenhimmel, sondern verbinden und vermischen sich. Und das ist auch gut so, denn unbedingte Reinheit ist eine Schnellstraße in den Dogmatismus. Die Wirklichkeit ist zu vielfältig, um sich unter eine einzige Idee bringen zu lassen.
Die Vielfalt und Koexistenz der Ideen in der Praxis spiegelt sich auch im Selbstverständnis der demokratischen Parteien.