Kambodscha: Genozid ohne Täter? | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Kambodscha: Genozid ohne Täter?

von Nando Belardi

Vor 40 Jahren, am 17. April 1975, begann der Einmarsch der Roten Khmer in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh. Dem folgte einer der schlimmsten Genozide der jüngeren Geschichte: Schätzungen zufolge kostete die knapp vierjährige Gewaltherrschaft 1,7 bis 2 Millionen Menschen das Leben.[1] Etwa eine halbe Million gesellschaftlicher Schlüsselpersonen wurde gezielt umgebracht: Offiziere, Beamte, Polizisten, Lehrer und Professoren, aber auch Ärzte und Apotheker. Schon wer eine Brille trug, war seines Lebens nicht mehr sicher. Es kam zu massenhaften Verhaftungen, Hunderttausende wurden auf das Land vertrieben und mussten Zwangsarbeit verrichten.

(aus: »Blätter« 4/2015, Seite 33-36)
Themen: Asien, Geschichte und Menschenrechte

Artikel kaufen (PDF, 1,00 €)

Digitalausgabe kaufen (10,00 €)

Login

top