Ausgabe Mai 2016

Für einen radikalen Neuanfang

Paul Mason in der Debatte – mit Friederike Habermann, Frank Rieger und Hans-Jürgen Urban, moderiert von Mathias Greffrath

Am 5. April 2015 hielt der britische Kapitalismuskritiker Paul Mason die dritte Democracy Lecture der »Blätter« – nach Thomas Piketty (siehe »Blätter«, 12/2014) und Naomi Klein (siehe »Blätter«, 5/2015). Wieder fanden weit über 1000 Besucher den Weg ins Berliner »Haus der Kulturen der Welt«. Dabei war es wie im Falle Pikettys auch für Paul Mason der erste öffentliche Auftritt in Deutschland. Das enorme Interesse verweist auf die Brisanz seiner Diagnose, die er auch in dem am 11. April auf Deutsch im Suhrkamp Verlag erschienenen Bestseller »Postkapitalismus« ausbreitet: Wir stehen am Anfang von etwas radikal Neuem, so Masons These. Auf den Trümmern des Neoliberalismus können wir eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft errichten – was seine Lecture-Vorgängerin Naomi Klein als »eine visionäre und reale Alternative« bezeichnet.

Nachfolgend finden Sie Paul Masons Vortrag wie auch die anschließende Podiumsdiskussion in ungekürzter Fassung, die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Karl D. Bredthauer.Auf unserer Website www.blaetter.de können Sie Rede und Diskussion zudem als Video nachverfolgen, in deutscher wie in englischer Sprache. Dort finden Sie auch eine Auswahl der Pressestimmen. – D. Red.

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In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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