Imperialer Rassismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Imperialer Rassismus

Vom Ersten Weltkrieg bis zu Donald Trump

von Pankaj Mishra

An der Westgrenze steht heute ein Auswurf afrikanischer und asiatischer Wilder und alles Räuber- und Lumpengesindel der Erde unter Waffen.“ Das schrieb der deutsche Soziologe Max Weber im September 1917. Weber meinte damit die Millionen indischer, afrikanischer, arabischer, chinesischer und vietnamesischer Soldaten und Arbeiter, die im Ersten Weltkrieg in Europa und auf verschiedenen Nebenkriegsschauplätzen für die britischen und französischen Streitkräfte kämpften. Um dem Mangel an militärischem Personal Abhilfe zu schaffen, hatten die britischen Imperialisten bis zu 1,4 Millionen indische Soldaten rekrutiert. Frankreich hob in seinen Kolonien in Afrika und Indochina fast 500 000 Mann aus.

(aus: »Blätter« 4/2018, Seite 87-100)
Themen: Rassismus, Geschichte und Krieg und Frieden

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