Die Geschichte des Schweigens oder: Wie das Patriarchat uns mundtot macht | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Emanzipation oder Backlash

Die Geschichte des Schweigens oder: Wie das Patriarchat uns mundtot macht

von Rebecca Solnit

Schweigen ist Gold – so hieß es doch immer, als ich noch klein war. Später änderte sich alles. „Schweigen ist gleich Tod!”, riefen die queeren Aktivist*innen auf den Straßen, als sie gegen Ignoranz und Unterdrückung rund um das Thema Aids kämpften. Das Schweigen ist der Ozean des Ungesagten, des Unsagbaren, Unterdrückten, Ausgelöschten und Ungehörten. Er umspült die versprengten Inseln, gebildet von jenen, denen es erlaubt ist, zu sprechen, von dem, was gesagt werden kann, und von jenen, die zuhören. Das Schweigen tritt aus vielen Gründen und in vielen verschiedenen Arten auf; jede*r hat sein oder ihr ganz persönliches Meer aus unausgesprochenen Wörtern.

(aus: »Blätter« 1/2018, Seite 61-70)
Themen: Feminismus, Kultur und Frauen

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