Ausgabe Juli 1990

Das Problem deutscher Selbstkontrolle

Gar Alperovitz, Richard J. Barnet, Norman Birnbaum und Marcus G. Raskin im Gespräch mit Bernd Greiner Zu den bemerkenswerten Vorgängen der vergangenen Monate gehört der Umgang der amerikanischen Regierung mit der deutschen Frage. Washington reagierte keineswegs so, wie die einen befürchtet, die anderen im stillen gehofft hatten: als eine Weltmacht, die sich vom Gegner zweier Weltkriege herausgefordert sieht und auf ihr Recht pocht, bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten federführend mitzuwirken. Bernd Greiner, Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, hatte im April Gelegenheit, in Washington mit linksliberalen Intellektuellen über die deutschen Entwicklungen und über amerikanische Reaktionen und Befindlichkeiten zu sprechen: mit Gar Alperovitz, Historiker und Leiter des National Center for Economic Alternatives, mit Norman Birnbaum, Professor an der juristischen Fakultät der Georgetown University, und mit Richard J. Barnet und Marcus G. Raskin, beide Politikwissenschaftler und Gründungsmitglieder des Institute for Policy Studies in Washington D.C. Das Gespräch veröffentlichen wir in Auszügen *). D. Red.

Juli 1990

Sie haben etwa 4% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 96% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema