Seit etwa zwei Jahren machen die Großunternehmen der internationalen Pharmaindustrie durch zahlreiche Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen von sich reden. Auf den wachsenden Druck staatlicher Gesundheitsreformen und Kostendämpfungsmaßnahmen, sich verändernder Vertriebsstrukturen auf den Gesundheitsmärkten und auslaufender Patente für umsatzträchtige Originalpräparate haben die Großen der Branche mit einer fulminanten Übernahmewelle reagiert. Die Einkaufsliste ist mittlerweile lang. Einige Schlaglichter: - 1993 hat der US-amerikanische Branchenführer Merck für 6,6 Mrd. US-Dollar das führende Arzneimittel-Vertriebsunternehmen Medco Content Services übernommen und damit die neue Fusionswelle angestoßen; - 1994 folgte Konkurrent SmithKline Beecham und erwarb für 2,3 Mrd. US-Dollar den US-Pharmagroßhändler Diversified Pharmaceutical Services; - ebenfalls 1994 in das Vertriebsgeschäft eingestiegen ist der US-Konzern Pfitzer über ein 200 Mio. Dollar Joint-venture mit dem Unternehmen Value Health; - der Schweizer Multi Roche hat für 5,3 Mrd. US-Dollar den angeschlagenen amerikanischen Pharmakonzern Syntex gekauft und damit für teures Geld sein US-Geschäft mit freiverkäuflichen Medikamenten und Generika (patentfreie Nachahmerprodukte) gestärkt; - Hoechst hat Ende 1993 für 546 Mio.
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.