Ausgabe Juni 1998

Die CDU in der Zange

Vergleichende Schlußfolgerungen aus den Landtagswahlen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Vergleichende Schlußfolgerungen aus den Landtagswahlen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Von Dieter Oberndörfer, Gerd Mielke und Ulrich Eith Mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 26. April hat die Gefechtslage für die kommende Bundestagswahl vollends Konturen angenommen, nachdem zuvor bei der niedersächsischen Landtagswahl bereits wichtige Vorentscheidungen gefallen waren. Auch wenn es in beiden Wahlen zunächst um landespolitische Entscheidungen ging, so standen sie diesmal weit stärker als gewöhnlich unter Bonner Vorzeichen. Als bundespolitische Testfälle gaben die beiden Landtagswahlen Aufschluß über drei Problembereiche, deren weitere Entwicklung im Verlauf des Sommers den Ausgang der Bundestagswahl maßgeblich beinflussen wird. Welche Wählergruppen versammeln sich um die Parteien? Welche politischen Schubkräfte ergeben sich aus der Kandidatenkonstellation? Und schließlich, welche strategischen Szenarien stehen den Wahlkämpfern zur Verfügung? Dabei liegt ein besonderer Reiz in den zum Teil unterschiedlichen Antworten, die sich aus einem Ost-West-Vergleich ergeben. II Zunächst handelte es sich um Abstimmungen über die zukünftigen Mehrheitsverhältnisse in den beiden Bundesländern. Es zeichnen sich gleichwohl Bewegungen in der Wählerschaft ab, die mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch bei der Bundestagswahl im Herbst wirksam werden.

Juni 1998

Sie haben etwa 4% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 96% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe August 2020

In der Augustausgabe beleuchtet Masha Gessen die clanartigen Strukturen von Trumps Mafia-Staat. Michael Tomasky sieht den designierten Präsidentschaftskandidaten Joe Biden auf dem Weg nach links – und erkennt bei dem US-Demokraten gar rooseveltsche Ambitionen. Wieslaw Jurczenko analysiert die Ursachen des Wirecard-Desasters und damit das Totalversagen der deutschen Finanzaufsicht. Raul Zelik fordert, die Eigentumsverhältnisse wieder in den Blick zu nehmen, um so den Sozialismusbegriff wiederzubeleben. Und Klaus Vieweg befreit Hegel, der vor knapp 250 Jahren geboren wurde, vom Totalitarismusverdacht.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema Demokratie